Die „Familienstube“ – Mehrfamilienarbeit in der Kita

Miteinander Elternkompetenzen stärken

von Claudia Bartz, Kita Wattstraße, Berlin

„Es ist sinnlos, am Kind allein herumzudoktern“, meint der Pionier der Multifamilientherapie und Londoner Psychiater Eia Asen. Und um diesem ganzheitlichen Ansatz zu entsprechen ist geplant, in der Kita Wattstraße der Pfefferwerk Stadtkultur eine Familienstube einzurichten und so die Elternarbeit zu fördern und ihre Kompetenzen als Erziehungsberechtigte zu stärken. Seit einigen Monaten werden wir dafür von Thomas Pletsch und Ulrike Behme-Matthiesen aus dem Schleswiger Institut für Weiterbildung und Entwicklung (IWES) geschult, die schon das Konzept Familie in Schule (FiSch) für die Zusammenarbeit von Schüler*innen, Eltern und Lehrkräften in Mehrfamiliengruppen entwickelten. (>>> Ansätze der Mehrfamilienarbeit in Pfefferwerk-Einrichtungen)

Mit dem Konzept der Familienstube werden Methoden der Multifamilientherapie in den Kita-Bereich übertragen. Auf diese Weise unterstützen und „coachen“ sich Familien auch gegenseitig. In einem solchen Setting können die Familien „über Kreuz lernen“ – das heißt eine Familie lernt von einer anderen Familie. Hierbei werden sie durch einen Eltern-Coach und eine*n Erzieher*in für ihren Austausch untereinander unterstützt. Im Mittelpunkt steht die Stärkung der Beziehungen zwischen Eltern, ihren Kindern sowie ihren sozialen Netzwerken. Die Kita Wattstraße ist dafür auch in engem Austausch mit dem Jugendamt des Bezirks Mitte von Berlin und wir freuen uns auf die Kooperation.