Impulsvorträge

Dr. Ben Furman
Meisterklasse – Wie gestalten wir glückliche Schulen auf Grundlage der „Ich Schaff’s“-Methode.
In diesem Vortrag spricht Ben Furman über seine Erfahrungen mit der Einführung lösungsorientierter und gemeinschaftsorientierter Psychologie an Schulen. Es ist vielleicht gar nicht so schwierig wie gedacht, glückliche Schulen zu schaffen. Die Grundlagen des Glücks sind einfach und wenn wir es schaffen, sie Schüler*innen und Mitarbeiter*innen beizubringen, können wir kleine, aber bedeutende Wunder vollbringen.

Dr. Peri Terzioglu
Open Dialogue –
Ein Ansatz auch für die Schulsozialarbeit und Jugendhilfe?

Der aus Finnland stammende Ansatz des Open Dialogue wurde ursprünglich für die Psychiatrie entwickelt. Durch frühzeitige Interventionen im ambulanten Rahmen sollen Klinikaufenthalte vermieden und die Chronifizierung von Zuständen verhindert werden, die die Klient*innen und deren Familien als problematisch erleben. Handlungsleitend sind dabei die Bedürfnisse der Klient*innen und ihrer Bezugspersonen. Das Verhältnis der professionell Helfenden zum Klient*innensystem zeichnet sich aus durch hohe Transparenz und die kooperative Entwicklung des weiteren Vorgehens. Außerdem werden die Familien im Rahmen von Netzwerkgesprächen durch Moderator*innen dabei unterstützt, konflikthafte und bislang unausgesprochene Themen „in Sprache“ zu bringen und gemeinsam nach tragfähigen Lösungen zu suchen.
Im Vortrag werden der Ansatz und die dahinterstehende Haltung skizziert, um anschließend Ideen zu entwickeln, wie dieses Vorgehen auch in der Schulsozialarbeit und Jugendhilfe eine sinnvolle Ergänzung darstellen könnte: Wie könnte beispielsweise ein moderierter Prozess im Sinne des Open Dialogue zur Vermeidung schulischer Suspendierung beitragen oder in einem Kinderschutzverfahren Familien und deren Netzwerke stärker befähigen, Verantwortung zu übernehmen?

Thomas Pletsch
Ohne Eltern(gruppen) geht es nicht –
Netzwerkarbeit mit Familien in Kita und Schule
Familien, deren Kinder in Kitas oder Schulen als problematisch definiert werden, fühlen sich häufig stigmatisiert, ausgegrenzt und alleingelassen. Oft entwickeln sie eine Haltung, ein Selbstbild: „wir sind mal wieder die mit dem schwierigen Kind“. Sie erleben dabei immer wieder den Verlust von Anschluss an Sozialgemeinschaften. Seit einigen Jahren werden multifamilientherapeutische Modelle auf die Praxis in Schulen und Kitas angewendet.  Dabei geht es zentral auch darum, tragfähige Helfernetzwerke mit und für Familien zu etablieren. Die gemeinsame Entwicklung von Wegen heraus aus der Isolation hin zur Integration in Gemeinschaften vor Ort steht im Focus. Dieser Vortrag skizziert praxistaugliche Möglichkeiten und die Erfahrung mit Hemmnissen bei der Netzwerkarbeit mit betroffenen Familien.

Erik van der Elst, Justine van Lawick
Zusammenarbeit mit den Netzwerken der Familien – Möglichkeiten und Fallstricke
Hochkonflikthafte Scheidungen sind nicht auf zwei streitende Elternteile begrenzt; auch private und berufliche Gemeinschaften verfangen sich in den nie endenden und eskalierenden Konfliktspiralen. Alle leiden in diesem konfliktreichen Umfeld. Anhand eines typischen Beispiels stellen Justine und Erik zunächst wichtige Personen aus dem persönlichen und beruflichen Netzwerk um Eltern und Kinder vor und zeigen, wie alle in ein Netz widersprüchlicher Überzeugungen verwickelt sind und sich gegenseitig gefangen halten. Anschließend präsentieren sie, mit welchen Interventionen sie dazu beitragen, das Netz wieder zu entwirren, um dann mit neuen Bewegungen zu beginnen.

Der Zweite Internationale Fachtag richtet sich an Mitarbeiter*innen aus den Bereichen Schule, Jugendhilfe, (Kinder- und Jugend-)Psychiatrie, Familienberatung, (Schul-)Sozialarbeit, Kindertagesstätten.
>>> Ort:  Pfefferberg, Haus 13, Christinenstr. 18/19, 10119 Berlin
>>> TN-Gebühr 110 € (inkl. Mittagsversorgung)
>>> Anmeldung per mail an puk@pfefferwerk.de
>>> Flyer (pdf-Datei)
Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH
Die Veranstaltung wird finanziell unterstützt von der SKala-Initiative
Über weitere Veranstaltungen der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH in Kooperation mit dem Berliner Zentrum für Präsenz und Kompetenz in Beziehungen informieren wir in unserem PUK-Newsletter
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